Forschergeist

Anatomie und Physiologie

Wissen Sie, wie viele Muskeln die Zunge hat? Wissen Sie, was es alles braucht, damit wir einen Ton von uns geben können? Wissen Sie was NFR oder AAP ist? Logisch, dass es für das Sprechen eines Wortes mehr Muskeln, Nerven und Steuerung vom Gehirn braucht als für einen Ton. Nicht auzudenken, wie komplex das Bilden eines Satzes, geschweige denn eines Textes ist!
Je mehr ich über die Anatomie und Physiologie von uns Menschen lerne, umso erstaunlicher scheint mir, dass so wenige von uns Probleme mit dem Sprechen, dem Spracherwerb oder der Stimme haben. Der Körper ist einfach ein Genie! Mögen wir ihm verzeihen, wenn mal was nicht reibungslos läuft. Und bleiben wir ihm weiterhin auf der Spur der fortwährenden Selbstregeneration.

Linguistik

Was wohl ein Minimalpaar ist? Und weshalb macht man damit Therapie? Büffeln Babies im Mutterleib Grammatik? Was hat die Stimme mit dem Satzinhalt zu tun? Weshalb sind Silben und Sprachrhythmus grossartige Helfer beim Schreiben und Lesen lernen? Wie bildet man eigentlich einen Laut? Wie werden die Laute unterschieden? Wozu haben Wörter Stämme? Sind sie Bäume? Oder sehe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr?
Wie ich Sprache verstehe und mit ihr umgehe, bringt mein Denken ebenso zum Ausdruck wie Körper, Seele und Geist davon geprägt werden.

Psychologie

Auch das noch! In herausfordernden Situationen kapituliert zuerst der schwächste Part des Ganzen. Da braucht es Unterstützung, Halt, Zuwendung, Verständnis und nachvollziehbare Angebote, um wieder auf die Beine zu kommen. Ich bin keine Psychologin. Doch hat jede stimmliche und sprachliche Äusserung direkt mit der inneren Spannung zu tun. Diese gilt es oft auszugleichen. Da sind mir das aktive empatische Zuhören, der lösungsorientierte Ansatz und besonders die Funktionelle Entspanung nach Marianne Fuchs, aber auch die Atemrythmisch angepasste Ponation nach Coblenzer/Muhar einige der wichtigsten Werkzeuge.